Das war der Herbst-Workshop Berchtesgaden

Aktualisiert: 25. Okt 2019

Ein Rückblick auf den Fotoworkshop in Berchtesgaden 2019 mit den beiden Lightexplorers Teammitgliedern Adrian Wirz und Pia Steen .

Das Berchtesgadener Land ist mit seinen lieblichen Kapellen, den imposanten Bergen und rauschenden Bächen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Innerhalb weniger Kilometer finden sich hier einige der schönsten Fotospots Deutschlands. Ein Grund für die Lightexplorers hier immer wieder spannenden Workshops anzubieten. So auch diesen Herbst, bei dem Adrian Wirz und ich eine kleine aber feine Truppe hoch motivierter Teilnehmer mit auf eine Tour durch dieses bayerische Idyll nahmen.


Eine hochmotivierte Truppe am Morgen bei Maria Gern

Das Wetter war die Tage zuvor sehr durchwachsen gewesen und ich hatte schon Angst, dass es eine recht feucht-fröhliche Angelegenheit werden würde. Doch pünktlich zum Beginn des Workshops wurde das Wetter phantastisch! Die Sonne zeigte sich und brachte die Berge zum Leuchten, während im Tal der Nebel aufstieg. Die herbstlich gefärbten Bäume zeigten ihr gelb-rotes Blattkleid und in den Bächen rauschte kristallklares Wasser. Bayern-Kitsch pur!


Der wohl schönste Berg Deutschlands: Der Watzmann mit seiner Familie

Nachdem wir den ersten Abend an der Kirche St. Sebastian in Ramsau verbracht hatten und uns anschließend bei einem bayerischen Schweinsbraten gestärkt hatten, ging es am nächsten Morgen zu der Kirche Maria Gern. Die Herbstfarben waren wunderbar und die Sonne strahlte den Watzmann an. Da machte es auch nichts, dass sich wenig bis keine Wolken am Himmel zeigten...

Nachdem wir uns anschließend bei einem Frühstück in unserem Hotel „Vier Jahreszeiten“ gestärkt hatten, ging es zum Königssee. Die Stimmung auf dem See war genial! Dichter Nebel waberte über das Gewässer und die Sonne kämpfte sich immer wieder durch die Wolken. Die Bergspitzen spielten mit dem Nebel Verstecken und zeigten sich immer wieder kurz. Nach der 30-Minütigen Fahrt machten wir einen Zwischenstopp in St. Bartholomä und schlenderten am Ufer entlang. Die Kapelle gab in dem Nebel ein super Motiv ab!


Mystisch sieht die Kapelle im Nebel aus

Der Nebel verzog sich rasch

Dann fuhren wir weiter zum Obersee. Der Nebel lichtete sich schnell. Dort war es schon relativ voll und wir beschlossen uns erstmal bei einem Kaltgetränk und Spinatknödeln zu stärken und die Sonne zu genießen. Anschließend besuchten wir das bekannte Bootshaus mit den Teufelshörnern im Hintergrund und schossen dort einige sehr schöne Bilder.


Die gut gelaunten Workshopleiter auf dem (Lauf) Steg (Foto Moritz Gyssler)

Auf dem Rückweg schauten wir noch die Dokumentation Obersalzberg an. Auch dieser traurige und schreckliche Teil gehört leider zu Berchtesgaden und ich finde es wichtig, dass diese Epoche nicht in Vergessenheit gerät…

Nachdem wir uns ausgeruht hatten im Hotel, ging es abends noch zum Hintersee. Ein Klassiker unter den Spots und immer wieder schön. Der Mond war schon recht voll und gab recht viel Licht ab, so machten wir einige mystische Mondscheinbilder.


Am nächsten Morgen klingelte der Wecker etwas früher, da wir einen neuen Spot in den Berchtsgadener Alpen besuchten und man dort ca. eine Stunde hinläuft. Aber die Anstrengung hatte sich gelohnt! Die Bergspitzen leuchteten und der Wasserstand im Bach war perfekt!


Ein wahres Idyll in der Berchtesgadener Gegend

Nachdem wir zurückgewandert waren und gefrühstückt hatten, ging es in eine der schönsten Klammen Deutschlands. In die Wimbachklamm. Die grünen von Moos behangenen Felsen leuchteten und das kristallklare Wasser sprudelte von den Felswänden. Wir konnten wunderschöne Bilder machen. Nachdem wir uns einige Zeit in der Klamm aufgehalten hatten nahmen wir ein leckeres kleines Mittagessen im Wirtshaus Hocheck zu uns.


Die zauberhafte Wimbachklamm stand auch auf dem Programm

Ein wunderschönes Detail aus der Wimbachklamm

Anschließend ruhten wir uns aus bis wir uns am Abend wieder Richtung Hintersee aufmachten. Neben dem klassischen Spot, gibt es dort auch andere, spanende Perspektiven. Nachdem wir dort weit bis nach Sonnenuntergang fotografiert hatten, ging es zu Abendessen und anschließen fielen wir müde aber glücklich ins Bett.


Sonntagmorgen sollte das Wetter wieder super werden und wir fuhren erneut zur Kirche St. Sebastian in Ramsau. Dieser Spot bietet sich morgens und abends an. Es war genial! Die Sonne schien die Bergspitzen an und die herbstlichen Bäume leuchteten. Auch der Wasserstand des Flusses war perfekt und die Farbe des Wassers fast unwirklich! Wir fotografierten dort sicher 2 Stunden bis das Licht zu hart wurde und gingen zum Frühstücken zurück ins Hotel.

Ein Motiv wie aus dem Bilderbuch

Pia erklärt den Teilnehmern die richtige Handhabung der Filter

Anschließend stand einer der schönsten Wasserfälle der Region auf dem Plan. Der Gollinger Wasserfall mit seiner alten Mühle. Auch hier waren die Bedingungen super. Der Wasserstand war genau richtig und die grünen Felsen mit den teils gelben Blättern drauf waren eine Augenweide. Wir konnte alle super Bilder machen und genossen die Zeit am kalten Nass.


Tolle Bilder sind dabei entstanden

Den Nachmittag konnte jeder gestalten wie er wollte. Die einen schlenderten durch Berchtesgaden, die anderen genossen ein Buch in der herrlichen Herbstsonne.

Abends fuhren wir auf den Lockstein zur Kirchleitn Kapelle. Der Blick von dort oben ist einfach atemberaubend und wir hatten eine tolle Stimmung.

Wunderschönes Abendrot zierte den Himmel

Anschließend genossen wir das Abendessen im Wirtshaus Maria Gern. Der Himmel war zwar wolkenlos, allerdings hatte das den Vorteil, dass der Vollmond schön zur Geltung kam. So fassten wir den Plan früh morgens Maria Gern und die Kapelle Kirchleitn im Mondschein zu fotografieren. Der Wecker klingelte also um 3:30. Der Trost des frühen Aufstehens kam aber umgehend, denn es war phantastisch! Windstill, eine wolkenlose Vollmondnacht und die herbstlich gefärbten Bäume…Für mich als Vollmondfan ein wahrer Augenschmaus. Auch die Kapelle Kirchleitn war genial anzuschauen und zu fotografieren im Mondlicht. Wir blieben gleich wach.



Fast taghell schien der Vollmond

Auch die kleine Kapelle sieht genial im Mondlicht aus

Es lohnte sich nicht sich nochmal für eine Stunde hinzulegen und so fuhren wir zu unserem letzten Morgenspot, einer kleinen Almhütte in den Berchtesgadener Alpen. Vielen Dank an den freundlichen Besitzer der Hütte, der uns das Fotografieren dort erlaubte!

Es war zwar leider wolkenlos an diesem Morgen, aber dennoch konnten wir schöne Bilder machen von diesem einmaligen Panorama.


Am Fuße des Watzmann liegt das Dörflein Berchtesgaden

Die Tage in Berchtesgaden gingen viel zu schnell rum. Wir hatten eine super lustige und lehrreiche Zeit mit tollen Spots und super Herbstwetter. Wir danken allen Teilnehmern und freuen uns schon jetzt einige von ihnen nächsten Herbst bei unserem Workshop „Herbst im Baselbiet“ wiederzusehen.

Wer Adrian und mich einmal ins wunderschöne Berchtesgaden begleiten möchte, der hat nächsten Herbst wieder die Gelegenheit! Wir freuen uns auf euch! Anmeldung und Info zum nächsten Fotoworkshop in Berchtesgaden Blogbeitrag vom Foto-Workshop in Berchtesgaden im Frühling

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