Foto-Workshop-Dolomiten

Aktualisiert: 25. Sept 2019

Ein Rückblick auf den Fotoworkshop in den Dolomiten 2019 mit den beiden Lightexplorers Teammitgliedern Roland Moser und Jan Geerk

Nach dem Workshop ist vor dem Workshop. Wie wahr das doch ist. Ich war kaum zurück von den Dolomiten, machte ich mich schon an die Arbeit für den Lightexplorers Dolomiten Workshop 2020. Noch bevor ich überhaupt die Bilder vom Workshop gesichtet habe. Es war inzwischen mein dritter Workshop in den Dolomiten – und jeder war anders und auf seine Weise besonders. Auch dieses Mal wieder hatten wir eine großartige Gruppe beisammen. Die Bilder vom Workshop habe ich inzwischen zwar gesichtet, aber bis auf eines noch keines bearbeitet. Wer mich aber kennt, weiss, dass das bei mir dauert. Habe immer noch Bilder vom Dolomiten Workshop 2018, welche unbearbeitet auf der Festplatte rumliegen. Doch möchte ich nun einen kleinen Rückblick machen über diese 5 Tage, respektive 6 Tage in dieser einzigartigen Bergwelt. Das Wetter schien spannend zu werden, zumindest liess das der Wetterbericht uns hoffen. Angekommen am Fusse der Drei Zinnen am frühen Sonntagnachmittag, hatten wir noch genügend Zeit – einige die mit mir einen Tag früher anreisten legten sich noch ein paar Stunden aufs Ohr und andere genossen die Aussicht auf die atemberaubende Bergwelt direkt vor uns. Der Abend war dann eher durchzogen, doch wir machten uns trotzdem auf den Weg zu einem der eindrucksvollsten Gebirgsmassive der Dolomiten.


Der Montagmorgen startete dann mit Regen, doch nach dem Frühstück bot sich schon das erste Mal eine Interessante Stimmung: zu meiner Freude gab es ein interessantes Wolken/Nebelspiel. Der Workshop hatte nicht einmal offiziell begonnen und schon hatte ich und ein paar Workshop-Teilnehmer super Bedingungen und das erste Bild auf dem Sensor. Was für ein Start. Die ersten Teilnehmer machten sich dann schon am späteren Morgen auf den Weg zur Drei Zinnenhütte – ich und Jan warteten noch bis der Rest der Teilnehmer eingetroffen war und wanderten dann ebenfalls los Richtung Drei Zinnenhütte. Gerade in diesem Moment fing es an zu regnen. Der Regen wurde immer stärker und stärker. Ganze Bäche kamen uns auf dem Aufstieg zum Patternkoffelsattel entgegen. Ja diese Wanderung bleibt wohl jedem von uns in Erinnerung. Doch das eigentliche Highlight war die kurze, aber sehr intensive Lichtstimmung nach dem Abendessen in der Drei Zinnenhütte, welches wie immer sehr gut war. Auch diesmal wieder hat mich die Gastfreundschaft des Drei Zinnenteams überrascht und erfreut. Wie brutal die Landschaftsfotografie sein kann, wurde uns an diesem ersten Workshopabend wieder einmal aufgezeigt. Während andere die Drei Zinnen für einen kurzen Augenblick zu Gesicht bekamen, war dies anderen verwehrt – und wir standen nur wenige Meter voneinander entfernt. Doch zumindest hatte jeder von uns die fantastische Lichtstimmung im Tal unten sehen und fotografieren können – welches mein Highlight war an diesem Tag und sogar ein Highlight des ganzen Workshops.

Drei Zinnen-Dolomiten Workshop

Am nächsten Morgen erhofften wir uns eine schöne Nebelstimmung und als wir um 4.30 bei der Unterkunft abmarschierten durften wir immer noch darauf hoffen. Doch leider löste sich der Nebel schnell auf und wir standen auf der Krete des Patternkoffelsattel bei Wolkenlosen Himmel. Dennoch ist es natürlich, vor allem wenn man es das erste Mal sieht und erlebt, ein grandioser Anblick. Am Nachmittag des zweiten Tages erreichten wir den Falzaregopass und bezogen unsere Unterkunft im Rifugio Col Gallina. Danach war erstmal «Equipment trocknen» angesagt. Nicht etwa weil es regnete, sondern weil es morgens so enorm feucht war – und als wir die Fotorucksäcke Nachmittags öffneten, war immer noch alles nass.

Am Abend fotografierten wir bei den Cinque Torri. Wie oft ich jetzt schon dort war, kann ich nicht mehr genau sagen – doch es war an diesem Abend das erste Mal als ich dort ein Alpenglühen erleben durfte.

Am nächsten Morgen mussten wir dann erstmal eine Skipiste hoch wandern, aber dann ging es gemächlich nur noch ein paar Minuten bis zu unserem Fotospot. Wie immer waren wir genug früh vor Ort, damit die Teilnehmer sich Zeit nehmen können um den Ort kennen zu lernen und ihr Bilder zu gestalten. Natürlich zeigen wir ihnen immer unsere Spots und geben ihnen Ideen, doch ermutigen wir Sie auch, ihre eigenen Kompositionen zu suchen. Doch an diesem Morgen sollte dies etwas schwierig werden, gesellte sich doch noch eine weitere Fotografengruppe zu uns. So wurde es etwas sehr eng an diesem kleinen Bergsee. Doch mit etwas gegenseitiger Rücksichtnahme konnte auch hier jeder sein Bild machen – obwohl es nicht gerade vorteilhaft war. Jan und ich versuchten es mit etwas anderen Ansichten und überliessen die besten Plätze am See unseren Teilnehmer, sofern sie nicht eben schon von anderen Fotografen besetzt waren.

Workshop Dolomiten-Belluneser Dolomiten

Dieser kleiner Bergsee ist ein kleines Juwel und dieses Jahr eignete er sich vom Wasserstand her, das erste Mal für einen Workshop, so wollte ich diesen Bergsee unseren Teilnehmer nicht vorenthalten. Zukünftig werde ich diesen See aber für Workshops meiden, da es leider, sobald noch eine weitere Gruppe am See fotografiert, sehr grenzwertig ist für die Teilnehmer – vor allem da es noch viele andere schöne Bergseen in den Dolomiten gibt. Dennoch konnten unsere Teilnehmer an diesem Morgen das eine oder andere spannende Bild machen. Nach einem feinen und ausgiebigen Frühstück ging es dann weiter zu einem weiteren Juwel in den Belluneser Dolomiten, einem kleinen Bergsee. Doch bevor wir dieses Seenjuwel, gelegen unterhalb der Felsenkulisse der Croda da Lago mit ihren Wänden, Türmen und Zacken bestaunen und fotografieren konnten, brauchte es unsererseits noch etwas Muskelkraft und Ausdauer. An diesem Tag mussten wir uns unser Bild erstmal verdienen, doch die einmalige Lage unserer Unterkunft direkt am See, das köstliche Essen im gemütlichen Restaurant und natürlich der wunderschöne Bergsee entschädigten die Teilnehmer für die anstrengende Wanderung. Die Spiegelung am Abend, sowie auch am morgen war einfach fantastisch zum Fotografieren – doch leider fehlten auch heute wieder ein paar Wölkchen, um das ganze perfekt zu machen.

Rifugio Croda da Lago

Am nächsten Morgen organisierten wir auf Wunsch der Teilnehmer ein «Off-Road-Taxi-Service», welcher unser ganzes Gepäck sowie 4 Personen unserer Gruppe zu den Autos zurück chauffierte. Laut den 4 Personen, welche im Taxi waren, musste das ein besonderes Erlebnis sein. Der Rest der Truppe wanderte den Weg wieder zurück zu unseren Autos. Die ersten waren sogar noch früher beim Parkplatz als die, welche mit dem «Off-Road-Taxi» fuhren. Ja, auch dies machen wir bei den Lightexplorers-Foto-Workshops: wir gehen auf unsere Teilnehmer ein und organisieren auch was Zusätzliches was nicht eingeplant war. Nun, ging es noch zu unserer letzten Station an diesem Workshop: dem Passo Rolle. Die letzte Nacht übernachteten wir in einem Hotel direkt auf dem Pass in 2er Zimmer. Auch konnten wir diesmal zu unserem Fotospot direkt hinfahren, was nach einer anstrengenden Woche sicher jedem gelegen kam. Das Abendessen wurde uns extra früher serviert, damit wir danach genug früh bei unserem Fotospot waren.

Lightexplorers Dolomiten Workshop - Bergsee

Nachdem wir jetzt 3 Tage praktisch nur blauer Himmel hatten, war auf Donnerstagabend eine Schlechtwetterfront angesagt. Leider kam sie etwas zu früh und somit konnten wir leider nicht das schönste licht einfangen an diesem Abend – aber für ein paar schöne und stimmige Bilder von diesem kleinen Bergsee mit den Gipfeln der nördlichen Pale Dolomiten. Ja dieser Ort meint es nicht sehr gut mit mir – nachdem die vorigen Anläufe auch nicht 100% gepasst haben, versagte dieses Mal mein Weitwinkelobjektiv. Ich ärgerte mich gerade etwas darüber, doch Jan war mein Retter in der Not und meinte, ich solle doch mit dem anderen Objektiv ein Panorama machen, was ich dann auch machte. Da es mit der Abendstimmung nicht mehr klappte, gingen wir frühzeitig zurück zum Hotel wo auf uns noch ein feines Dessert wartete.

Passo Rolle - Landschaftsfotografie Workshop

Am letzten Morgen ging es dann noch zu einem Spot auf dem Passo Rolle gelegen: leider setzte auch da nach ein paar Minuten fotografieren der Regen ein und wir mussten das ganze abbrechen und zurück zum Hotel gehen. Doch bevor der Regen einsetzte konnten wir auch hier noch ein paar dramatische, vielleicht etwas untypische Bilder von den Dolomiten machen. Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück ging auch dieser dritte Dolomiten Workshop zu Ende. Wie eingangs erwähnt, sind wir schon am planen für den nächsten Lightexplorers Dolomiten Workshop, welcher im September 2020 stattfinden wird. Die Ausschreibung wir ab Anfang Oktober 2019 Online sein.


Rückblick Foto Workshop Dolomiten 2019 von Jan Geerk


Gruppenfoto in der Region Drei Zinnen


Anfang September war es soweit und wir machten uns auf ins magische Südtirol zu den eindrucksvollen Dolomiten. UNESCO Weltnaturerbe und eine Landschaft wie für Fotografen gemacht. Ein prall gefüllter 5 Tages Fotoworkshop lag vor uns mit fantastischen abwechslungsreichen Spots und einigen Abenteuern. Ich und Roland Bill Moser waren am Sonntag vor Workshopbeginn schon vor Ort und hatten schon 2 Teilnehmer dabei. Wir bereiteten den Workshop vor und machten schonmal ein paar schöne Bilder in der dramatischen Wolkenstimmung.


Roland Bill Moser in seinem Element


Roland hilft einem Teilnehmer bei den richtigen Einstellungen beim Blick auf die Rückseite der Drei Zinnen


Die Drei Zinnen mal von hinten gesehen


Am Montag dann trudelten die Teilnehmer ein und schon machte sich eine erste tolle Nebelstimmung für uns bereit. Wir legten gleich los mit fotografieren und konnten schon die ersten tollen Bilder machen.


Nebelstimmung über den Zacken der Sextner Dolomiten



Nebelstimmung


Dann machten wir uns auf den Weg zur Dreizinnenhütte wo wir die erste Nacht verbringen würden. Ein Grossteil der Teilnehmer ging voraus und wir warteten auf die letzten Ankömmlinge. Die die schon voraus gegangen waren schafften es auch rechtzeitig vor dem Regen zur Hütte. Wir marschierten im strömenden Regen hoch. Ein Abenteuer für sich! Doch konnten wir dann oben angekommen auch die nassen Sachen rasch trocknen und das tolle Abendessen geniessen. Pünktlich nach dem Abendessen riss der Himmel auf und es gab eine fantastische Lichtstimmung im Tal und bei den Drei Zinnen.


Grossartiges Lichtspiel im Tal von der Dreizinnenhütte aus

Die weltberühmten Drei Zinnen im Abendlicht


Am nächsten Morgen war sehr früh aufstehen angesagt. Der Sonnenaufgang wartete auf uns. Nach einem Marsch über Stock und Stein im dunkeln und mit Nebel erreichten wir unseren Fotospot genug früh um uns einzurichten und rechtzeitig bereit zu sein für das erste Licht auf den fantastischen Spitzen und Zacken der Dolomiten. Und so kam es dann auch, als das Licht auf die Berge fiel war es schier unglaublich wie die Berge um die Wette leuchteten und glühten. Die Speicherkarten der Kameras glühten förmlich und ein zufriedenes Lächeln machte sich in der Gruppe breit. Es sind halt schon enorm eindrückliche Berge diese Dolomiten.



Die fantastischen Dolomiten im ersten Licht des Tages

Die Drei Zinnen aus einer nicht so bekannten Perspektive

Fantastische Bergwelt der Sextner Dolomiten

Wilde Bergwelt der Region um die Drei Zinnen


Zufrieden und mit tollen Fotos im Gepäck ging es dann weiter zum nächsten Übernachtungsort und Fotospot. Wir bezogen die neue Unterkunft und trockneten erstmal unsere Fotoausrüstung, da die Feuchtigkeit das Foto Equipment doch etwas in Beschlag genommen hatte. Doch alles war noch ganz und wir waren bereit für den nächsten Spot. Die Cinque Torri, eine wunderbar gelegene und äusserst fotogene Felsengruppe die auch gut erreichbar war. Angekommen stellten wir uns wieder auf und warteten auf das Abendlicht, was dann auch kam und die Cinque Torri rot aufglühen liess. Wir fotografierten uns wieder die Finger wund und kehrten glücklich zur Unterkunft zurück.


Die Cinque Torri im Abendlicht

Blaue Stunde bei den Cinque Torri

Conque Torri im allerletzten Licht

Einer der Teilnehmer vertieft am fotografieren


Roland Bill Moser vor den Cinque Torri


Am Abend machten wir noch einen kurzen Abstecher zu einer kleinen Kapelle um die Milchstrasse einzufangen. Mit der Kapelle als Vordergrund funktionierte das Nachtmotiv wunderbar. Wir hatten einen grossen Spass das Kirchlein mit der Lampe anzuleuchten und die Milchstrasse fotogen zu platzieren.


Kapelle mit Milchstrasse


Am nächsten Morgen hatten wir einen kleinen aber feinen Bergsee auf dem Programm. Nach einem kurzen aber steilen Wegstück erreichten wir den See und konnten ausgiebig die Spiegelung der umliegenden Berge der Dolomiten im Bergsee fotografieren. Die Wurzel die sehr fotogen im See lag wurde zum begehrten Vordergrundmotiv. Auch die andere Fotogruppe die vor Ort war fand das, doch konnten wir uns gut einigen und jeder fand sein Plätzchen für weitere fantastische Aufnahmen. Auch neben dem See gab es tolle Motive und so verbrachten wir den Morgen wieder mit fröhlichem fotografieren.




Bergsee mit der Wurzel im Vordergrund



Morgenlicht am Bergsee



Impression beim Bergsee

Aus einer anderen Perspektive


Dann ging es auch schon wieder weiter zum nächsten Fotospot und dem nächsten Übernachtungsort. Diesmal war eine etwas längere Wanderung angesagt bis wir unser Ziel erreichten. Doch wir hatten genug Zeit und jeder konnte in seinem Tempo den recht steilen Aufstieg zurücklegen. Die Unterkunft direkt am See gelegen war sehr schön und das Personal äusserst freundlich. Auch das Essen konnte sich sehen lassen. So dass wir nach dem feinen Essen frisch gestärkt zum See runtergingen um die Abendstimmung einzufangen. Und wieder leuchteten die Berge um die Wette und spiegelten sich glasklar im Bergsee. Nur noch ein paar Wölkchen wären noch das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Doch beschwerten wir uns keinesfalls, denn der Wettergott war uns grundsätzlich sehr wohl gesonnen. Auch der Sonnenaufgang war wunderbar ganz ohne Eile und Stress genossen wir die Morgenstimmung am See und konnten atemberaubende Bilder schiessen.


Glückliche Fotografen am Bergsee


Goldenes Morgenlicht


Blick von oben


Alpenglühen am Bergsee


Nachglühen am Bergsee


Dann ging es wieder weiter zum Passo Rolle und einem schier unglaublich schönen Bergsee. Ein Bergsee wie aus dem Bilderbuch mit einer Hütte davor wie der Maler Segantini es wohl auch gemalt hätte. Wieder mit einer tollen Spiegelung konnten wir den See ganz alleine geniessen und super Bilder auf die Speicherkarten bannen. Das Alpenglühen blieb dieses eine mal leider aus da eine Wolkenfront im Westen aufzog, aber das tat dem Erlebnis keinen Abbruch.


Bergsee im Abendlicht


Am letzten Morgen dann war die Wettersituation unsicher, also entschieden wir uns nicht zu weit weg von der Unterkunft zu gehen. Und tatsächlich konnten wir bevor dann der Regen einsetzte noch einige schön dramatische Bilder an einem kleinen Bergsee beim Passo Rolle realisieren. Dann aber schüttete es wie aus Kübeln und hörte den ganzen Tag nicht mehr auf. Doch das war uns dann auch egal, da wir uns gegen Mittag sowieso auf den Heimweg machten.


Dramatische Stimmung am Passo Rolle


Die Dolomiten sind einfach ein Paradies für Fotografen und bieten Motive in Hülle und Fülle. Wir danken allen die teilgenommen haben und mit uns diese Erlebnisse zusammen teilen konnten. Im 2020 findet der Dolomiten-Workshop wieder statt, mit einem etwas anderen Programm und mit unserem Lightexplorers Dolomiten Experten Roland Moser, zusammen mit Pia Steen Anmelden kann man sich über die Webseite.

Zwei Blogbeiträge über unseren Lightexplorers Berchtesgaden Workshop im Frühling 2019 findest du unter den untenstehenden Links Berchtesgaden von Adrian Wirz Berchtesgaden von Roland Moser Sie dürfen diesen Dolomiten Blogbeitrag auch gerne auf Social Media teilen, dazu einfach das passende Icon unten wählen

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