The Tree Stump (Dolomiten Juli 2019-Teil 1)

Aktualisiert: 23. Sept 2019

4.00 Uhr, Sonntagmorgen machte ich mich wieder einmal auf den Weg in die Dolomiten. Im Gepäck hatte ich auch meine neue Kameraausrüstung: die Fuji GFX50s mit dem GF 23mm/f4, GF 32-64mm/f4 sowie dem Tamron SP 70-200mm/f2.8. Eine Woche Dolomiten lagen vor mir. Diesmal ging es mir vor allem darum, letzte Vorbereitungen für den bevorstehenden Lightexplorers-Dolomiten Workshop 2019 zu treffen, wenn möglich ein paar Bildideen umzusetzen und neue Spots zu finden. Die Fahrt in die Dolomiten verlief ohne grosse Verzögerung und so erreichte ich den Falzaregopass schon um die Mittagszeit. Ich war etwas überrascht über die vielen Touristen, doch als ich loszog Richtung Lago Limides, war ich bald alleine unterwegs – erst recht als plötzlich ein Gewitter aufzog. Zum Glück kannte ich von meinem letzten Besuch mit Andreas Gerth vor zwei Jahren, eine Höhle wo man Schutz suchen konnte. So machte ich es mir in der Höhle so gut es ging, bequem und wartete bis das Gewitter vorbei war. Es fing ja schon vielversprechend an – so dachte ich – und hoffte auf eine gewaltige Stimmung. Zum Glück hatte ich vor dem Gewitter schon genügend Zeit die Gegend rund um den Lago Limides zu erkunden und fand auch einige Spots mit Potential. Als das Gewitter abgezogen war, war es schon später Nachmittag und der tiefe Sonnenstand, zusammen mit den tiefhängenden Wolken, sorgte schon für die eine oder andere gute Stimmung. So ging ich zu einem meiner Spots, die ich kurz vorher gefunden hatte, suchte meine Komposition und wartete auf die passende Lichtstimmung.

Making of "The Tree Stump"

Na ja, warten musste ich eigentlich nicht, hatte ich doch eine neue Kamera, die ich jetzt erstmal richtig kennenlernen und testen musste. Doch eigentlich habe ich mich relativ schnell mit der GFX50s zurechtgefunden und stellte schnell mal fest, dass der AF präzise arbeitet und vor allem das manuelle Fokussieren das reinste Vergnügen ist. Und so war ich dann bereit, als das Licht richtig schön wurde. Ich hatte anfangs noch bedenken, dass mir diese 23mm(Kleinbild 19mm) für meine Art der Fotografie nicht genügen würden, doch ich lernte schnell anders zu schauen und stellte fest, dass es für mich gar keine grosse Umstellung ist. Auch das 3:4 Format war für mich kein Problem: im Gegenteil, ich fand es sogar einfacher ein Bild zu gestalten. Das Licht änderte sich an diesem Spätjulitag immer wieder, somit konnte ich verschiedene Lichtstimmungen fotografieren. Allmählich wurde es Zeit mich zu meinem Abendspot zu begeben - hatte ich doch schon ein Bild nach meinem Wunsch auf den Sensor gebannt. Mein Abendspot war an diesem Abend der Lago Limides. Kein unbekannter See – inzwischen schon x-tausendmal fotografiert. Doch ich hatte es jetzt schon einige Male versucht mit diesem See und ich wollte diesen unbedingt noch in meinem Portfolio haben. Der Wasserstand dieses Mal war perfekt – vor zwei Jahren war dieser ja nur gerade eine bessere Pfütze. So hoffte ich auf eine schöne dramatische Abendstimmung. Am See angekommen hatten sich dort schon zwei Fotografen ihren Platz gesichert. Meine ursprüngliche Bildidee konnte ich somit schon vergessen. So suchte ich nach anderen Möglichkeiten und schlussendlich gab es mehr oder weniger eine klassische Ansicht von diesem bekannten Bergsee in den Dolomiten. Doch die Wolken lösten sich langsam auf und ich rechnete schon damit, dass mein Plan dieses Mal einmal nicht ganz aufging. Die Stimmung an diesem Abend war ok – zwar nicht die gewünschte Stimmung, dennoch eine schöne Abendstimmung. Doch war ich mit diesem ersten Abend in den Dolomiten schon sehr glücklich, hatte ich doch am späten Nachmittag/Abend schon ein gutes Bild machen können. Nach der Dämmerung machte ich mich auf den 30minütigen Rückweg zu meinem Auto, welches ich auf dem Falzaregopass parkte. Danach kochte ich mir auf dem mitgebrachten Gaskocher noch ein Teller Teigwaren mit Ton an einer Tomatensauce.

Technische Details: Fujifilm GFX50s, GF23mm/f4 Objektiv, ISO100, f 16, , NISI ND Grad Filter 0.9 Soft

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