Workshop "Herbst im Baselbiet"

Nachdem uns Adrian am Dienstagabend vor dem Workshop mitgeteilt hat, dass er leider bei «seinem» «Herbst im Baselbiet» Workshop vom Samstag nicht dabei sein könne, planten Pia und ich noch während unserer Schweizer Herbst-Wochen Tour den Workshop vom kommenden Samstag, damit wir Adrian bestmöglich vertreten können. Auf der Heimfahrt von den Bergen in das solothurnische Deitingen, konnten wir uns kaum vorstellen, dass wir am nächsten Morgen ideale Bedingungen antreffen sollten für unseren Herbst-Workshop im Baselbiet. Es regnete nämlich während der ganzen Fahrt in Strömen runter. Doch laut Wetterapp sollte es am nächsten Morgen gut werden. So waren wir voller Zuversicht, dass das schon passen wird und fuhren noch am Freitagabend im Dauerregen unsere Spots ab für den morgigen Workshop.

Der Wecker klingelte schon wieder früh am nächsten Morgen und um 6 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Treffpunkt für den Workshop. Tatsächlich, das Wetter schien perfekt zu passen. Zwar war es mehrheitlich noch bewölkt, doch es sah vielversprechend aus, als wir beim Berggasthaus Oberbölchen ankamen und wir die ersten Teilnehmer in Empfang nehmen durften. Kurz vor 7 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zu unserem ersten Spot. Als wir oben auf der Belchenfluh ankamen, war es für diese Jahreszeit unüblich ruhig: nur ein einziger Fotograf war oben, welcher wahrscheinlich die Hoffnung hatte auf eine Nebelwelle. Doch dass wir an diesem Morgen keine Nebelwelle erleben werden, war uns schon im vornherein bewusst.

Doch der Blick von der Fluh aus über das Baselbiet im Herbstkleid, ist auch ohne Nebel ein Augenschmaus. Die Sonne zeigte sich Anfangs nur zögerlich, doch als sie dann endlich so richtig mit voller Kraft einen Weg durch die Wolkendecke fand und die farbigen Wälder anleuchtete, wusste man kaum, wo man jetzt fotografieren soll. Die Kameras der Teilnehmer glühten einfach nur noch. Es war atemberaubend, das Schauspiel der Wolken, das Spiel mit Schatten und Licht in Kombination mit den Herbstfarben der Wälder.

Unser nächster Spot war dann ein Klassiker: ein Workshop im herbstlichen Baselbiet ohne Ankenballen gibt es einfach nicht. Auch hier wieder: wir hatten zwar keinen Nebel, doch schönes Licht mit dramatischen Wolken im Hintergrund. Das Ganze umrahmt in den schönsten Herbstfarben.


Ja die Herbstfarben an diesem Samstag waren gerade zu perfekt. So machten wir anschliessend nach dem klassischen Ankenballen Spot noch einen abenteuerlichen Abstecher auf den Grossen Ankenballen. Leider haben sich inzwischen die schönen dramatischen Wolken verzogen und auch das Licht wollte kurz vor Mittag nicht mehr so richtig mitmachen. Inzwischen war es schon Mittag und wir machten uns auf den Weg zurück ins Restaurant, wo wir uns mit einem Mittagessen für den Nachmittag wieder stärken konnten.



Rebberge mit einem charmanten Baselbieter Dorf war dann unser erster Nachmittagsspot. Wie an einer Hochzeit fuhr unser Autokonvoi durchs schöne herbstliche Baselbiet von einem Spot zum anderen. Die Herbstfarben der Rebberge waren noch nicht auf ihrem Höhepunkt, einige waren schon recht gelb und andere waren immer noch mehr grünlich. Dennoch konnten wir dort ein paar schöne Bildideen umsetzen.

Der wohl berühmteste Wasserfall im Baselbiet präsentierte sich von seiner schönsten Seite. Die heftigen Niederschläge vom Vortag, verwandelten den sonst eher zahmen Wasserfall in einen schönen reissenden Bach. Auch der sonst sehr kleine Wasserfall, links vom grossen Fall, welcher sonst kaum Wasser hat, präsentierte sich von seiner schönen Seite. Das Herbstlaub rundete die ganze Szenerie schön ab und lieferte uns zahlreiche und bezaubernde Herbstmotive.




Die Zeit verging wieder einmal viel zu schnell und schon mussten wir uns auf den Weg machen zu unserem letzten Spot. Auf dem Weg zu diesem mittlerweile sehr bekannten Baum, sah es vielversprechend aus für einen schönen und dramatischen Sonnenuntergang. Doch leider zogen immer mehr Wolken am Himmel auf. Oben auf der Krete angekommen, war das schöne Licht schon ganz weg, doch die Hoffnung hatten wir noch nicht aufgegeben. Doch dann kamen noch die Kühe dazu. Anfangs nur eine die sich neben den Baum stellte, doch es wurden immer mehr, bis wir eine Kuhherde um uns und unsere Rucksäcke hatten. Da ich schon etliche Erfahrungen machte mit Kühen, brachten wir erstmal unser Equipment in Sicherheit und nach und nach begaben auch wir uns auf die andere Seite des Zaunes.

Wir versuchten sie auch zu vertreiben, aber ihre Neugier war grösser. Da das Licht auch nicht mehr so wollte wie wir es uns gewünscht haben und wir somit fotografisch gesehen auch nichts mehr ansprechendes machen konnten, gingen wir zurück zu unseren Autos. Erschöpft aber glücklich über diesen tollen Workshoptag verabschiedeten wir unsere Teilnehmer und fuhren dann nach Hause.


Für uns war es der Abschluss einer spannenden und schönen Woche in der Schweiz mit vielen schönen Erlebnissen zwischen zwei Workshop Wochenenden. Pia und ich bedanken uns bei den Teilnehmern für diesen Tag und es würde uns freuen den einen oder anderen bei einem anderen Workshop von uns wieder begrüßen zu dürfen.

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